Stabwechsel bei der LG Stadtwerke München: Christina Hering wird neue Geschäftsführerin

Julia Riedl übergibt nach erfolgreichen Jahren an die zweifache Olympionikin – LG SWM forciert mit Projekt „Road to Munich“ die Talentsuche am Standort München.

München, 02. März 2026 – Die LG Stadtwerke München e.V. (LG SWM), aktuell dritterfolgreichster Leichtathletikverein Deutschlands (Stand 2025), stellt sich strukturell neu auf.
Ende März 2026 wird Geschäftsführerin Julia Riedl den Verein auf eigenen Wunsch verlassen und ihre Aufgaben im Laufe des Monats geordnet übergeben.

Mit Julia Riedl verabschiedet die LG SWM eine Führungspersönlichkeit, die den Verein in den vergangenen Jahren entscheidend geprägt hat. In ihre Amtszeit fällt insbesondere eine umfassende Professionalisierung der organisatorischen Abläufe sowie eine deutlich gesteigerte Sichtbarkeit des Vereins im nationalen Umfeld.

„Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen und die Möglichkeit, die LG SWM in den vergangenen Jahren mitgestaltet und geprägt zu haben“, so Julia Riedl. „Es war mir eine große Freude, für diesen traditionsreichen und zukunftsorientierten Verein tätig zu sein. Ich blicke mit Stolz auf das gemeinsam Erreichte und wünsche der LG SWM sowie allen Athletinnen und Athleten von Herzen weiterhin große sportliche Erfolge.“

Das Präsidium dankt ihr ausdrücklich für ihre loyale Zusammenarbeit und die nachhaltigen Impulse, die sie gesetzt hat.

Christina Hering: Vom Weltklasse-Sport in die Führung
Mit dem Führungswechsel beginnt zugleich ein neues Kapitel. Ab März 2026 übernimmt mit Christina Hering eines der prägenden Gesichter der LG SWM die Geschäftsführung. Die zweifache Olympionikin und 15-fache Deutsche Meisterin steht seit Jahren für die sportliche Strahlkraft des Vereins und wird nun ihre internationale Erfahrung und ihr tiefes Verständnis für Leistungsstrukturen in die Geschäftsführung einbringen.

Christina Hering zu ihrer neuen Rolle:
„Meine sportliche Laufbahn begann im Leichtathletik-Verein – nun, fast 25 Jahre später, darf ich Verantwortung für genau diesen Verein übernehmen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Team die Leichtathletik in München weiterzuentwickeln, Strukturen zu stärken und insbesondere den Nachwuchs nachhaltig zu fördern.“

Präsident Jacob Minah ergänzt: „Wir freuen uns sehr, mit Christina eine Persönlichkeit zu gewinnen, die sportliche Exzellenz und strategisches Denken vereint. Sie kennt den Verein und die Anforderungen des Spitzensports wie kaum eine andere.“

Projekt „Road to Munich“: Talentschmiede für Münchens Leichtathletik
Ein zentraler Fokus unserer Neuausrichtung ist das in den Startlöchern stehende Jugend-Konzept „Road to Munich“. Mit Blick auf die Münchner Olympiabewerbung bündelt es die Kräfte am Standort und bietet Talenten aller Münchner Vereine – ausdrücklich auch außerhalb der LG – ein zusätzliches, wöchentliches Toptraining.
Das Herzstück bildet der Zugang zu einer erstklassigen Infrastruktur an verschiedenen Standorten, wie etwa der Werner-von-Linde-Halle, die normalerweise dem Bundeskader vorbehalten sind. Durch diese gezielte Förderung stärken wir die Motivation sowie den Teamgeist über Vereinsgrenzen hinweg und festigen München nachhaltig als Kraftzentrum der deutschen Leichtathletik.

Sportliche Exzellenz als Basis
Dass die LG SWM bereits heute hervorragend aufgestellt ist, zeigen die jüngsten Erfolge bei den Deutschen Meisterschaften Winterwurf sowie im Nachwuchsbereich, bei denen der Verein als bestes Team abschnitt. Mit dem Führungswechsel und Projekten wie „Road to Munich“ unterstreicht der Verein seinen Anspruch, sportliche Leidenschaft und professionelle Strukturen auf höchstem Niveau zu vereinen.

Text: LG SWM

Die Vorstandschaft der LA-Abteilung begrüßt Christina auf Herzlichste und wünscht ihr viel Erfolg bei ihrer Tätigkeit. 

An diesen nachhaltigen Strukturen können sich manche Vereine, wie z.B. Munich Athletics, ein Beispiel nehmen.

 

Erfolgreichster Verein im Glaspalast: LG Stadtwerke München feiert Medaillenregen

Mit insgesamt neun Medaillen – viermal Gold, einmal Silber und viermal Bronze – sowie zahlreichen weiteren Top-8-Platzierungen kehrt die LG Stadtwerke München von den Deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften mit Winterwurf aus Sindelfingen zurück. Mit vier Goldmedaillen war die LG SWM zudem der erfolgreichste Verein der Titelkämpfe im Glaspalast. Der Auftritt war geprägt von starken Nerven, persönlichen Bestleistungen und einem beeindruckenden Teamgeist.

Für das Highlight aus Münchner Sicht bei den Frauen sorgte Luisa Tremel im Speerwurf. Mit starken 56,40 Metern sicherte sie sich souverän den deutschen Meistertitel. Ebenfalls aufs Podest warf sich Johanna Marrwitz im Hammerwurf der Frauen. Mit 65,17 Metern gewann sie die Bronzemedaille. Die 3×800-Meter-Staffel mit Nele Göhl, Nicola Goller und Carolin Bothe komplettierte das starke Abschneiden der Frauen mit einem vierten Platz in 6:45,91 Minuten und verpasste das Podium nur knapp.

Johanna Marrwitz / Foto: Theo Kiefner

Auch bei den Männern überzeugte die LG Stadtwerke München. Florian Schmid steigerte sich im Speerwurf auf starke 76,91 Meter und belegte damit Rang fünf in einem hochklassigen Feld.

In der männlichen Jugend U20 setzte das Team gleich mehrere Glanzpunkte. Benedikt Maurer sprang im Dreisprung mit 15,52 Metern zum deutschen Meistertitel. Maximilian Rath lief über 3.000 Meter in 8:41,05 Minuten zu Silber und bewies große kämpferische Qualitäten. Moritz Gutowski ergänzte das starke Mittelstreckenergebnis mit Bronze über 1.500 Meter in 3:57,42 Minuten.

Maximilian Rath / Foto: Theo Kiefner

Auch in den technischen Disziplinen zeigte sich die LG stark: Andreas Gröninger wurde Fünfter im Kugelstoßen (6 kg) mit 16,12 Metern. Lionel Steinhage erreichte über 800 Meter in 2:00,50 Minuten Rang acht und rundete das erfolgreiche U20-Abschneiden ab.

In der weiblichen Jugend U20 durfte die LG ebenfalls über Gold jubeln. Clara Hegemann dominierte den Hammerwurf mit starken 67,74 Metern und sicherte sich souverän den Titel. Johanna Guggemoos gewann mit 14,38 Metern Bronze im Kugelstoßen. Franziska Höchstetter erreichte im Speerwurf mit 39,33 Metern einen respektablen siebten Platz.

Clara Hegemann / Foto: Theo Kiefner

Auch die weibliche Jugend U18 setzte Maßstäbe: Milena Horbach holte sich mit 58,76 Metern im Hammerwurf (3 kg) den deutschen Meistertitel. Christina Auer machte den Doppelerfolg perfekt und gewann mit 51,80 Metern Bronze.

Milena Horbach / Foto: Theo Kiefner

Geschäftsführerin Julia Riedl zeigte sich begeistert: „Wir sind unglaublich stolz auf unsere Athletinnen und Athleten. Das gesamte Team ist an diesem Wochenende über sich hinausgewachsen. Die neun Medaillen und die vielen Finalplatzierungen zeigen, wie stark unser Nachwuchs aufgestellt ist. Hinter diesen Erfolgen stehen harte Arbeit, großes Engagement und ein außergewöhnlicher Teamzusammenhalt. Ein ganz besonderer Dank und herzlichen Glückwunsch gehen auch an die Trainerinnen und Trainer unserer starken Trainingsgruppen, die mit großem Einsatz und Fachkompetenz maßgeblich zu diesen Erfolgen beigetragen haben.“

Mit diesem geschlossenen und leistungsstarken Auftritt unterstreicht die LG Stadtwerke München einmal mehr ihre Rolle als eine der führenden Nachwuchsadressen in der deutschen Leichtathletik.

Nachhaltigkeit und sehr gute Nachwuchsarbeit macht diese Erfolge im Gegensatz zu anderen Vereinen möglich. 

Christopher Franke neuer 1. Vorsitzender des USC Hauptvereins

In der gestrigen Jahreshauptversammlung des USC München e.V. wurde Christopher Franke zum neuen 1. Vorsitzenden des USC Hauptvereins einstimmig von den anwesenden Delegierten der Abteilungen gewählt.

Christopher ist langjähriges Mitglied der LA-Abteilung des USC. Auch sein Sohn macht schon fleißig bei unseren Jüngsten mit.

Die Vorstandschaft der LA-Abteilung wünscht Christopher alles Gute und viel Erfolg bei seiner neuen Tätigkeit.

Münchens Leichtathletik im Umbruch: Warum langfristige Strukturen wichtiger sind als kurzfristige Projekte

Die LG Stadtwerke München e.V. betreut über 1.000 Kinder und Jugendliche sowie 2.000 erwachsene Sportler*innen in zehn Münchner Vereinen. Mit 65 Deutschen Meisterschaftsmedaillen (2024), 24 Bundeskaderathletinnen und Platz 2 im Vereinsranking des Deutschen Leichtathletik-Verbands zählt sie zu den erfolgreichsten Leichtathletikgemeinschaften Deutschlands.

Angesichts aktueller Entwicklungen warnt die LG SWM davor, Münchens gewachsene Nachwuchs- und Leistungssportstrukturen durch kurzfristige Projekte zu gefährden – und fordert klare, langfristige Rahmenbedingungen für die Zukunft der Sportstadt München.

Langjährige Talentschmiede für München

Seit Jahrzehnten bildet die LG Stadtwerke München das sportliche Rückgrat der Münchner Leichtathletik. Getragen von mehr als 50 qualifizierten Trainer*innen entwickeln die zehn Mitgliedsvereine Talente vom Grundschulalter bis zur nationalen Spitze – und das im gesamten Stadtgebiet. Für den Leistungssport stehen mit der Werner-von-Linde-Halle im Olympiapark sowie dem städtischen Stadion an der Dantestraße zwei zentrale Trainingsstandorte zur Verfügung.

Julia Riedl, Geschäftsführerin der LG SWM, betont: „Die Stadtwerke München ermöglichen mit ihrer Unterstützung eine Breite und Qualität, die einzigartig ist. Unsere Strukturen sind über viele Jahre gewachsen – ohne diese Partnerschaft wäre das nicht möglich. Damit wir diese Talentschmiede langfristig sichern können, braucht es eine verlässliche, langfristige Planungsgrundlage für Trainer und Athleten.“

Nachhaltige Talententwicklung durch Kontinuität – Beispiele aus München

Ein herausragendes Beispiel ist Christina Hering: Ihre Leichtathletiklaufbahn begann beim LG-Mitgliedsverein Post SV München. Heute ist sie zehnfache Deutsche Meisterin über 800 Meter, zweifache Olympiateilnehmerin und EM-Finalistin. Ihr Werdegang zeigt, wie wichtig es ist, Athlet*innen über viele Jahre hinweg zu begleiten.

Ein weiteres Beispiel ist Clara Hegemann, die seit einigen Jahren bei Trainer Andreas Bücheler trainiert, das Gymnasium München Nord – Eliteschule des Sports – besucht und 2024 Gold bei der U18-Europameisterschaft gewann. Sie steht stellvertretend für Münchens erfolgreiche, systematische Nachwuchsarbeit.

Julia Riedl: „Spitzensport entsteht nicht über Nacht. Unsere Arbeit beginnt im Kindesalter und braucht stabile Rahmenbedingungen über viele Jahre hinweg. München darf diesen Unterbau nicht riskieren.“

Athletenwechsel sorgen für Bewegung – langfristige Systeme bleiben entscheidend.

Zum Jahreswechsel wechseln mehrere Leistungsträger*innen zur neu gegründeten Munich Athletics e.V. Viele von ihnen wurden über Jahre hinweg in der LG SWM ausgebildet und gefördert.

Jacob Minah, Präsident der LG SWM, ordnet ein: „Bewegung gehört zum Leistungssport. Wir sind stolz auf jede Athletin und jeden Athleten, die ihren Weg gehen. Sorgen bereitet uns jedoch ein Trend, bei dem neue Projekte fast ausschließlich fertige Spitzenathleten rekrutieren, ohne selbst in Nachwuchsarbeit zu investieren. Das schafft kurzfristige Schlagzeilen – aber keine Zukunft. Die LG SWM steht klar für langfristige, nachhaltige Förderung.“

Breite Verankerung: Über 20 Veranstaltungen pro Jahr

Gemeinsam mit ihren Mitgliedsvereinen richtet die LG SWM jährlich über 20 Wettkämpfe und Laufveranstaltungen aus – und bietet damit Angebote für alle Alters- und Leistungsstufen, von der U8 bis zu den Masters, von Breitensport bis Leistungsspitze. Dazu zählen das traditionsreiche Munich Indoor in der Werner-von-Linde-Halle, das Ludwig-Jall-Sportfest im Dantestadion, der Silvesterlauf im Olympiapark sowie der neue Münchner Kindl Cup, der bereits bei seiner Premiere mehrere hundert Kinder begeistert hat.

Diese Events stärken nicht nur Münchens Sportkultur, sondern bieten jungen Talenten erste Wettkampferfahrungen und schaffen feste Verbindungen zwischen Breite und Spitze innerhalb der Münchner Leichtathletik.

Olympia 2040/44: Zukunft braucht Systeme, keine Schnelllösungen

Mit Blick auf eine mögliche Münchner Olympia-Bewerbung betont die LG SWM, wie essenziell nachhaltige Strukturen sind: Jacob Minah: „Die Athletinnen und Athleten, die München 2040 oder 2044 vertreten könnten, trainieren heute in unseren Kindergruppen. Das ist eine Generationenaufgabe – und sie darf nicht durch kurzfristige Maßnahmen gefährdet werden.“

München Marathon: Verpasste Chance – aber klare Bereitschaft für neue Bewerbung

Die Bewerbung der LG SWM für den München Marathon 2025/2026 scheiterte an formalen Kriterien. Die Erlöse sollten gezielt in Münchens Nachwuchs- und Leistungsstrukturen reinvestiert werden.

Jacob Minah: „Der Marathon hätte ein echtes Leuchtturmprojekt für München werden können. Wir wollten ein Event schaffen, das sportlich wie finanziell der Stadt zugutekommt. Wir werden eine erneute Bewerbung prüfen – diesmal in der Hoffnung, dass Stadt und Partner ein gemeinsames, nachhaltiges Zukunftsprojekt ermöglichen.“

Appell an Stadt, Politik und Verbände: Gemeinsame strategische Weiterentwicklung der Münchner Leichtathletik

Die LG SWM spricht sich für eine strukturierte Abstimmung zur Zukunft der Leichtathletik in München aus. Ziel ist es, zentrale Themen wie Nachwuchsförderung, Trainingskapazitäten und langfristige Rahmenbedingungen verlässlich zu sichern – unabhängig von einzelnen Projekten oder Vereinskonstellationen.

Julia Riedl: „Uns geht es nicht um Personen oder einzelne Initiativen, sondern um die Zukunft der Münchner Leichtathletik insgesamt. Damit Kinder und Jugendliche langfristig stabile Perspektiven haben, braucht es klare, verlässliche Rahmenbedingungen und eine abgestimmte sportpolitische Strategie.“