Der Leichtathletikabteilung des USC angehörig ist ja auch eine Sparte Rasenkraftsport. Die Athleten/-innen dieser Sparte errangen in den vergangenen Jahren zahlreiche Deutsche und Bayerische Meistertitel.
Die erfolgreiche Nachwuchsarbeit wurde nun mit zwei Berufungen in den Bundeskader des Deutschen Rasenkraftsportverbandes belohnt. Wir gratulieren Fabia Pugin und Johannes Stichler zur Berufung in den Bundeskader Steinstoßen in der männlichen U20.
Johannes Stichler in der Bild mitte
Weihnachten/Rückblick 2020
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20. Dez 2020
Für uns alle verläuft das Weihnachtsfest 2020 bzw. schon das ganze Jahr nicht wie gewohnt.
Zuerst hatten wir im Frühjahr den ersten Lockdown zu verkraften, der kein Training und auch keine Wettkämpfe zuließ. Mitte Mai dann starteten wir wieder, wenn auch nicht in unseren angestammten Trainingsgelände, das Training. Alle waren wieder mit Freude beim Training entweder im Olympiapark oder im Dantestadion dabei. Auch wurden wieder Wettkämpfe unter Vorgabe strenger Hygienevorschriften durchgeführt und von unseren Athleten/-innen sehr erfolgreich absolviert (siehe auch Infobrief Herbst 2020 unter Downloadsl/Links auf unserer Homepage). Nachdem wir immer noch nicht in der ZHS trainieren konnten, wurde nach den Sommerferien das Training entweder wieder im Olympiapark, im Dantestadion oder in angemietete Schulturnhallen durchgeführt. Das dies alles, sowohl im Sommer als auch im Herbst, keine optimalen Trainingsbedingungen waren ist der Vorstandschaft der LA-Abteilung natürlich bewusst. Zum Leidwesen aller mussten wir dann ab Anfang November wegen des Lockdown Light und momentan wegen des harten Lockdowns die Trainingsmaßnahmen wieder komplett einstellen. Die Vorstandschaft bedauert dies sehr, obwohl sehr gute Hygienekonzepte erarbeitet wurden und wir während unserer Trainings keine einzige Infektion mit COVID19 zu verzeichnen hatten.
Großen Dank gebührt unseren Trainerteams, die umsichtig und mit großen Engagement die Trainings durchführten. Vielen Dank auch alle Mitglieder der LA-Abteilung, die uns in dieser schwierigen Zeit weiterhin die Treue halten. In der Hoffnung, dass 2021 wieder alles einigermaßen in geregelten Bahnen verläuft.
Wir wünschen euch allen ein schönes Weihnachtsfest. Geniesst die Zeit mit euren Freunden bzw. Familienangehörigen.
Die Vorstandschaft der LA-Abteilung des USC München
Petition des Deutschen Leichtathletik-Verbandes zum Freizeit- und Breitensport
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29. Nov 2020
Auf seinem Außerordentlichen Verbandstag hat der Deutsche Leichtathletik-Verband folgende Resolution zur Unterstützung des Freizeit- und Breitensports beschlossen:
Der Deutsche Leichtathletik-Verband sieht mit Sorge das anhaltende Sportverbot für Menschen, die sich im Verein bewegen wollen. Während für den erwerbsmäßigen Sport Ausnahmen gelten sollen, ignoriert die gegenwärtige Infektionsschutzpolitik die eminent wichtige gesundheitsfördernde Wirkung des Freizeit- und
Gesundheitssports. In der Zeit der relativen Normalität im Sommer zeigten die Sporttreibenden, dass sie wirksame Hygienekonzepte besitzen und diese auch erfolgreich umsetzen. Zu keinem Zeitpunkt war der Vereinssport Infektionstreiber, weil Menschen, die gemeinsam sportlich aktiv sind, auch gesundheitsbewusst sind und ebenso die Gesundheit ihrer Sportkameraden achten.
Mit viel Akribie und Verantwortungsbewusstsein haben die ehrenamtlichen Trainer und Vereinsvorstände maßgeschneiderte Hygienekonzepte erarbeitet und vollzogen und wären auch in der jetzigen Phase auf jeden Fall in der Lage, das Infektionsrisiko zu minimieren. Da Disziplin eine der wesentlichen Eigenschaften ist, die der Sport vermittelt, gab es nie Probleme bei der Mitwirkung aller Sportfreunde. Mit der völligen, länger andauernden Stilllegung des Breiten- und Freizeitsports in der kalten Jahreszeit droht die zunehmende Bewegungsarmut zu einem gesundheitlichen Risiko zu werden. Es steht zu befürchten, dass im nächsten Jahr ein massiver Anstieg von sogenannten Zivilisationskrankheiten auftritt, weil es den Bürgern erschwert bzw. unmöglich gemacht wird, Sport im Verein zu treiben. Mangelnde körperliche Betätigung gerade im Winter kann zu einer Zunahme an Herz-Kreislaufkrankheiten und bleibenden Schäden am Bewegungsapparat
führen.
Es ist wichtig, auch im Vereinssport auf die Vermeidung von Infektionen zu achten, aber es gibt aus unserer Sicht keinen Grund, ihn komplett zu verbieten. Der DLV bittet die politisch Verantwortlichen zu prüfen, ob es mit den bereits bewährten und erprobten Hygiene- und Umsetzungskonzepten für die Vereine möglich ist, den Breiten- und Freizeitsport zeitnah wieder zu öffnen.
Die Leichtathleten des USC unterstützen diese Petition. Wir hatten bis heute im Training noch keine Infektion mit COVID19. Das alles haben wir den umsichtigen Verhalten unserer Trainer/-innen zu verdanken.
Leider zeigt sich hier die Politik uneinsichtig und „schert alle über einen Kamm“.
Unser Hammerwerfer Simon Lang beendet seine Karriere
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12. Nov 2020
Bericht von Michael Wilms auf der Homepage der LG Stadtwerke München:
Viermal rotieren die meisten Hammerwerfer um die eigene Achse, bevor sie ihr Wurfgerät in Richtung Sektor befördern. Simon Lang liebt an seiner komplexen Disziplin das Zusammenspiel von Geschwindigkeit, Kraft und Technik. Der langjährige Leichtathlet der LG Stadtwerke München hat jüngst sein Karriereende bekannt gegeben und wird zukünftig keine Drehungen mehr im Wurfring absolvieren, sondern als Abteilungssportleiter der VI. Bereitschaftspolizeiabteilung seine Kreise ziehen. Er ist seit September für mehr als 1.300 Kolleginnen und Kollegen zuständig und regelt u. a. deren sportfachliche Belange in der Aus- und Fortbildung.
Die Leichtathletikkarriere von Simon Lang verlief wie die Bahn des Hammerkopfes vor dem Abwurf: Sie hatte einige Hochpunkte, aber – zumindest in den letzten Jahren – gehörten auch Tiefpunkte durch Verletzungssorgen dazu.
Wie alles begann
Zur Leichtathletik kam er bereits im Alter von acht Jahren über seinen älteren Bruder Johannes. Von Beginn an zeigte sich das Talent der beiden Brüder vor allem in den Wurfdisziplinen. Der jüngere stellte 2008 mit 47,50 Meter einen heute noch gültigen oberfränkischen Speerwurfrekord in der Altersklasse M14 auf. Sein damaliger Trainer Walter Opavsky war es, der ihm zum ersten Mal einen Wettkampfhammer in die Hand drückte. Danach dauerte es nicht lange, bis Trainerkoryphäe Martin Ständner auf Simon Lang aufmerksam wurde. Der ehemalige DLV-Hammerwurf-Bundestrainer (Frauen) formte ihn zu einem der besten Nachwuchsathleten in seiner Paradedisziplin. Simon Lang vertrat mehrfach die deutschen Farben bei internationalen Nachwuchsmeisterschaften (European Youth Olympic Trials 2010 in Moskau, U18-WM 2011 in Lille und U20-WM 2012 in Barcelona).
Die Grundlagen der Kinderleichtathletik lernte Simon lang bei der LAV Naila unter seinem ersten Trainer Erwin Krauß, Foto: privat
Der Wechsel nach München
Aufgrund seiner Erfolge wurde er nach dem Abitur (2012) in die Spitzensportfördergruppe der Bayerischen Polizei – mit Sitz in Dachau – aufgenommen. Dies legte einen Vereinswechsel zur LG Stadtwerke München und DLV-Nachwuchsbundestrainer Joachim Lipske nahe, der in München erster Ansprechpartner für Hammerwerfer ist. Unter seiner Regie erzielte Simon Lang seinen größten sportlichen Erfolg, den 4. Platz bei der U20-EM 2013. Dem Trainer-Athleten-Gespann gelang es, die Wettkampfleistung mit dem 7,26 kg schweren Wurfgerät der Erwachsenen auf 72,61 Meter auszubauen. Die Leistung vom 16. Mai 2016 ist bis heute bayerischer Junioren-Rekord. Aufgrund gesundheitlicher Rückschläge, die ein langfristiges, zielgerichtetes Leistungstraining erschwerten, blieb dieser Wert allerdings auch das Maß aller Dinge für Simon Lang. Mit einer Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften 2019 (68,01 m) zeigte der 1,85 Meter große und 100 Kilogramm schwere Athlet noch einmal, dass man – sofern sein Körper es zulässt – immer mit ihm rechnen musste.
Mit Johannes Bichler (links) und Simon Lang standen zwei Hammerwerfer der LG Stadtwerke München auf dem Treppchen der Deutschen Meisterschaften 2019, Foto: Christian Gadenne
So reifte der Entschluss
Während dieser Zeit drehte er allerdings gefühlt mehr Runden durch Wartezimmer von Ärzten, Ernährungswissenschaftlern und Physiotherapeuten als durch den Wurfring. Die regelmäßig bei höherem Trainingspensum auftretenden Beschwerden gepaart mit einer neuen beruflichen Perspektive stellten letztlich die Beweggründe für das verhältnismäßig frühe Ende der aktiven Leistungssportkarriere des 26-jährigen dar.
„Auch wenn ich Training nie als Belastung wahrgenommen habe, bin ich froh, jetzt den Sport machen zu können, auf den ich Lust habe, und nicht nur Übungen zu absolvieren, um möglichst ohne Schmerzen Hammerwerfen zu können.“,
Aktuell spannen ihn berufliche Verpflichtungen und sein Fernstudium der Sport- und angewandten Trainingswissenschaften dermaßen ein, sodass eine Trainertätigkeit in absehbarer Zeit nicht geplant ist. Da Leichtathletik einen hohen Stellenwert bei der Polizeiausbildung einnimmt, bleibt er zunächst über die berufliche Schiene der Sportart erhalten. Bedanken möchte sich der Hammerwerfer bei seinen langjährigen Trainern, insbesondere bei Joachim Lipske, der immer mit Rat und Tat zur Seite stand. Seine langjährigen Physiotherapeuten Daniela Schmid und Florian Göttl hätten ihm stets den Rücken gestärkt – nicht nur in Bezug auf Kraftprogramme zur Rückenkräftigung. Nicht unerwähnt lassen möchte der Wurfspezialist auch die Spitzensportförderung der Bayerischen Polizei und die Förderung der LG Stadtwerke München, die ihm seine Leistungssportkarriere ermöglicht hätten.
„Ein Comeback auf großer Bühne wird es bei mir nicht geben. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass ich in einiger Zeit – aus Liebe zur Disziplin oder zu Demonstrationszwecken – noch einmal zum Hammer greife“
Noch einmal vier Runden drehen und den Hammer abfeuern… Nach seiner beeindruckenden Karriere dürfte sich Simon Lang selbst nach längerer Abstinenz sicher gut im Wurfring zurechtfinden.
2017 schloss Simon Lang (Mitte) die Ausbildung zum Polizeimeister ab, Foto: Jakob Ganslmeier
Seit September 2020 ist er als Abeiltungssportleiter im Einsatz, Foto: privat
Stimmen zum Abschied
Ich kenne ihn in den vielen Jahren der Zusammenarbeit als einen sehr fleißigen, zielstrebigen und gewissenhaften Athleten. Ich verhehle nicht meine Bewunderung, wie es ihm die letzten drei Jahre gelang, sich täglich zu motivieren, um eine vollständige Belastungsverträglichkeit zu erreichen. Er ist sehr kollegial und hilft, wo auch immer Not am Mann ist. Es war schon mehr der Hang zum Perfektionismus, der ihm selbst und auch mir das Leben manchmal schwer machte. Für die Trainingsgruppe war er stets ein bereichernder und aktiver Part, der trotz eigener Probleme anderen zu Seite stand. Seine positive Grundeinstellung war und ist Vorbild für seine Trainingskameraden.
Sicher sehen wir uns jetzt nicht mehr täglich oder wöchentlich. Doch ich schätze die Zeit mit ihm, die anregenden Gespräche über die alltäglichen Aufgaben oder auch den gemeinsamen Sport. Ich wünsche ihm von ganzen Herzen Erfüllung bei seiner neuen Herausforderung.
Joachim Lipske (Trainer von 2012 – 2020)
„Ich habe Simon als 20-jährigen aufstrebenden Hammerwerfer kennengelernt. Sein Weg in die deutsche Spitze war da schon vorgezeichnet. Simon hat sich in all den Jahren äußerst fokussiert und diszipliniert seiner Leidenschaft, dem Hammerwurf, gewidmet und sein Leben danach ausgerichtet. Parallel dazu hat er sich auch in Zeiten großer sportlicher Erfolge wie selbstverständlich in die Vereinsarbeit eingebracht und wurde dafür sehr geschätzt. Er hat beispielsweise mit Kindern trainiert oder Siegerehrungen durchgeführt. Nach seiner Verletzung hat er alles unternommen, um seine frühere Stärke zurückzuerlangen. Ein Dank gilt in diesem Zusammenhang auch seinem langjährigen Trainer Joachim Lipske, der tagesaktuell sehr geduldig und behutsam reagiert hat. Die deutsche Vizemeisterschaft 2019 war ein schöner letzter Erfolg für beide, eine kleine Belohnung für ihre nicht zu brechende Begeisterung für ihren Sport. Es freut mich nun, dass Simon auch im Polizeiberuf engen Kontakt zum Sport halten wird. Beruflich wie privat wünschen wir ihm alles Gute für die Zukunft. Bei der LG Stadtwerke München wird er immer gern gesehen und sehr willkommen sein.“
Christian Gadenne (Geschäftsführer der LG Stadtwerke München)
Sein Karriereende ist ein herber Verlust für den ganzen Verein. Er ist ein feiner Kerl, den ich als bescheidenen Athleten kennengelernt habe, der immer sehr akribisch und bis ins letzte Detail gearbeitet hat.